Aktuelles zu Corona

Liebe Klient*innen,

besonders in der aktuellen Zeit ist es uns wichtig, Ihnen diejenigen Beratungsangebote zur Seite zu stellen, die Sie benötigen. Deshalb bieten wir auch weiterhin Beratungen vor Ort an. Diese dürfen unter Einhaltung unseres Hygienekonzeptes (Händewaschen, Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz tragen, ausreichend lüften) stattfinden.

Sollte ein Vor-Ort-Termin für Sie gerade nicht in Frage kommen, dann beraten wir Sie gerne auch online über die Software zoom.

Schicken Sie uns Ihre Fragen und Terminanfragen gerne per Mail oder rufen Sie uns an. Wir sind Mo-Fr von 09.00 – 12.00 Uhr unter 0341-9751501 für Sie erreichbar.

Wir freuen uns auf Sie! Kommen Sie weiterhin gut durch diese turbulente Zeit und achten Sie auf sich!

Ihr Team des calaidoskop

Umgang mit Krisen

Krise – Was nun? 10 Tipps im Umgang mit besonders herausfordernden Lebenssituationen

Oft werden wir von unseren Klient*innen gefragt, was man konkret tun kann, wenn man in extrem fordernde Lebenssituationen kommt und scheinbar nichts mehr geht. Hier sind 10 Vorschläge, die bei der Bewältigung einer persönlichen Krise nützlich sein können:

Wenn wir im Stress sind, ist es natürlich, dass wir „kopflos“ werden, uns gefühlt „alle Felle davon schwimmen“, wir in aggressive Konfrontation mit anderen gehen, am liebsten alles hinschmeißen und weglaufen würden oder uns verkriechen wollen. Es ist dann fast unmöglich, einen klaren Gedanken zu fassen oder sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Sie sind dann im roten Bereich. Deswegen:

Stöhnen oder seufzen Sie. Schütteln Sie sich. Spüren Sie verspannte Muskeln und lassen Sie (nur ein wenig) los. Unser Körper reagiert auf die Anspannung, den Stress, Streit oder Traurigkeit. Wir neigen dazu, immer flacher zu atmen, zu verkrampfen. Da in der anderen Richtung auch unser Körper unsere Stimmung beeinflusst, ist hier ein guter Ansatzpunkt, etwas Erleichterung zu finden.

Sie sind in der akuten Krise im Ausnahmezustand. Ihr Verstand ist gelähmt, genauso wie Ihre Fähigkeit, mit Ihrem Gegenüber mitzufühlen. Statt einer schnellen Reaktion tun Sie besser erstmal nichts. Antworten Sie nicht sofort und gehen ggf. aus der Situation heraus. Bitten Sie darum, Dinge zu vertagen.

Gleichmäßige Bewegungen wie flottes Gehen oder Joggen helfen Ihrem Körper und Ihren Gedanken sich zu entspannen.

Struktur, feste Aufgaben und Gewohnheiten stabilisieren uns und helfen, nicht immer weiter in Sorgen und Grübeln zu versinken.

Bei Zeitmangel, im Stress und bei Erschöpfung neigen wir dazu, auf Aktivitäten zu verzichten, die uns „entbehrlich“ erscheinen. Wir gehen dann nicht mehr mit Freunden essen und lassen Kino, Tanzkurs oder Sauna sausen. Damit feuern wir aber die Erschöpfungsspirale nur an.

Zuspruch, Trost, eine Umarmung oder bekocht zu werden können Ihnen Kraft und Zuversicht spenden. Seien Sie jedoch vorsichtig mit Mitmenschen, die Ihnen schnell Ratschläge geben oder scheinbar sofort eine Lösung parat haben. Häufig geht es erstmal darum, anzuerkennen, dass es gerade schwierig ist.

Sparen Sie auch hier nicht nach dem Motto „ach, geht auch ohne…“. Ihr Körper braucht Ihre Zuwendung (oder haben sie schon mal versucht, ein Auto ohne Sprit zu fahren?).

Wagen Sie einmal den Versuch, Ihre herausfordernde Lebenssituation aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Mal angenommen, es sei ein Jahr vergangen, wie würden Sie von dort auf die heutige Situation schauen? – In der Krise verengt sich der Blickwinkel, wir überschätzen Gefahren und unterschätzen Möglichkeiten und positive Kräfte.

Der Rettungsdienst ist auch für seelische Notfälle zuständig. Ebenso gibt es die Möglichkeit, sich telefonisch und anonym Unterstützung zu suchen unter https://www.telefonseelsorge.de

Sollten Sie professionelle Unterstützung in einer schwierigen Lebensphase suchen, dann sind wir für Sie da. Im Rahmen einer Beratung oder Supervision stehen wir Ihnen bei Ihren persönlichen Themen bei.

podcast_sex_in_der_zukunft_calaidoskop

Welchen Sex bringt die Zukunft? – Ein Podcast über kluge Kondome, sexuelle Vielfalt, Toleranz und Achtsamkeit

Der Zukunftsforscher Michael Carl und unsere Sexualberater*innen Theresa Langlotz und Oliver Wolf stellen sich gemeinsam der Frage: Wie wird unsere Sexualität in der Zukunft aussehen? Was wird sich verändern? Oder bleibt doch alles beim Alten?

Die Rede ist von zwei Strömungen, die in Zukunft möglicherweise noch stärker auseinanderfließen werden: Der Strom derer, die an sich selbst und an ihre eigene sexuelle Performance den Anspruch stellen, imme Höchstleistungen zu erzielen – und der Strom, der viel Wert auf einen achtsamen Umgang mit sich selbst und der eigenen Sexualität legt.

Wenn Sie wissen wollen, was das “Smarte Kondom” damit zu tun hat und welchen Beitrag die Erziehung unserer Kinder für den Sex der Zukunft leisten kann, dann hören Sie doch mal rein in Carls Zukunft der Woche – Folge 35 “Die Sexualität der Zukunft”.

Basson-Modell

Woher kommt die Lust? Über die weibliche Sexualität und das Basson-Modell

Aufgepasst liebe Partner*innen: Für Frauen geht es beim Sex nicht vorrangig um einen Orgasmus, sondern um körperliche und emotionale Intimität! Viele heterosexuelle Frauen kommen nur hin und wieder zum Orgasmus, 65 % um eine amerikanische Studie aus dem Fachblatt “Archives of Sexual Behavior” zu zitieren. 95 % der Männer hingegen kommen immer. Das heißt aber nicht, dass Frauen keine erfüllende Sexualität erleben, nur weil sie im Durchschnitt seltener einen Orgasmus erleben!
Rosemary Basson hat den Versuch gewagt, die überaus komplexe weibliche Sexualität zu erklären.

Frauen, die oft wie aus dem Nichts Lust auf Sex haben, gibt es, aber sie sind eher in der Unterzahl. Besonders, wenn sie schon länger in einer Beziehung sind, nimmt das spontane Verlangen ab. Wenn Sie es von sich weniger oder gar nicht gewöhnt sind, spontan und einfach so Lust auf Sex zu haben, dann funktioniert Ihre Sexualität wahrscheinlich responsiver als die anderer Frauen – was heißt das?

Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Sie sitzen entspannt auf dem Sofa und lesen einen erotischen Roman. Ihnen gefällt, was Sie da lesen und es erregt Sie. Sie lassen diesen Gedanken zu, weil Sie sich damit wohl fühlen. Sie legen das Buch weg und wenden sich Ihrem Partner/Ihrer Partnerin zu. Ihre sexuelle Begegnung befriedigt Sie. Sie fühlen sich gut. Vielleicht erleben Sie als Bonus einen oder mehrere Orgasmen.

So oder so ähnlich läuft die weibliche Sexualität ab. Frau nimmt einen Reiz aus ihrer Umwelt wahr, der sie körperlich und psychisch erregt. Vielleicht können Sie mit Erotikromanen nichts anfangen und finden es eher sexy, wenn Ihr Partner für Sie kocht. Es kommt dabei auf Sie und die Situation an, welche Reize Sie im Moment erregend finden. Entscheidend ist, wie es Ihnen im Moment geht (ob Sie beispielsweise gestresst oder entspannt sind), die Situation (die Kinder sind noch wach und Sie möchten nicht, dass sie Sie hören), Ihre sexuelle Vergangenheit und viele weitere Dinge. Liebe Partner*innen: Hier kommt ihr ins Spiel! Sie kennen Ihre Partnerin. Sie wissen, was ihr gefällt und was sie anmacht. Dann nehmen Sie es doch in die Hand und sorgen Sie dafür, dass sie Lust bekommt! Vielleicht stellen Sie gerade fest, dass Sie eigentlich gar nicht so genau wissen, was Ihre Partnerin sexy findet. Dann wird es wohl höchste Zeit, das herauszufinden!

Wenn der Reiz Sie erregt, dann kann das dazu führen, dass Sie Lust bekommen, mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin intim zu werden. Das muss nicht heißen, dass Sie Lust auf Penetrationssex haben müssen! Alle sexuellen Handlungen, die Ihnen gefallen und auf die Sie in diesem Moment Lust haben, können im Zusammenspiel aus Ihrer Lust und Ihrer sexuellen Erregung passieren. Wenn Sie die Lust und die Erregung aufrechterhalten können, dann können Sie ein positives sexuelles Erlebnis mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin haben und sich ihm/ihr verbunden fühlen.

Dieses Gefühl der Verbundenheit, der Wunsch nach emotionaler und körperlicher Intimität ist die Motivation schlechthin für Frauen, überhaupt Sex haben zu wollen. Die zweite Motivation kann die bloße Befriedigung des Sexualtriebs sein. Aber wie wir ja bereits wissen, ist dieser angeborene Trieb bei vielen Frauen weniger ausgeprägt.

Halten wir fest:

  • Frauen sind responsive Wesen – sie brauchen sexuelle Reize, auf die sie mit sexueller Erregung reagieren können! Daraus kann Lust auf eine sexuelle Begegnung entfacht werden.
  • Ob eine Frau durch einen bestimmten Reiz erregt wird, hängt vom Kontext der Situation ab!
  • Die meisten Frauen sind wenig spontan – sie empfinden häufig keine sexuelle Erregung aus dem Nichts!
  • Frauen können erst sexuell erregt sein und dann Lust empfinden!
  • Das oberste Ziel von Sex ist NICHT der Orgasmus, sondern emotionale und körperliche Nähe!

Wie Sie herausfinden können, welche sexuellen Reize Sie erregen, lesen Sie hier.

Von Alexandra Klein

 

 

Zum Nachlesen:

Frederick, D.A., John, H.K.S., Garcia, J.R. et al. Differences in Orgasm Frequency Among Gay, Lesbian, Bisexual, and Heterosexual Men and Women in a U.S. National Sample. Arch Sex Behav 47, 273–288 (2018). Siehe https://doi.org/10.1007/s10508-017-0939-z

Sexuelle Motivation bei der Frau. Siehe https://www.sexmedpedia.com/sexuelle-motivation-bei-der-frau/

Modelle weiblicher Sexualität. Siehe https://www.sexmedpedia.com/modelle-weiblicher-sexualitaet/

Basson, R. (2002). Female sexual dysfunctions – the new models. Br J Diabetes Vasc Dis2002;2:267–70. Siehe https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.1177/14746514020020040501

Drama-Dreieck

Was soll dieses Theater? – Welches Rollenspiel außerhalb des Schlafzimmers bedenklich sein kann

Kennen Sie das Gefühl, klein, hilflos und schwach zu sein? Sie wollen sich durchsetzen und Ihre Meinung sagen, schaffen es aber irgendwie nicht? Dann spielen Sie wahrscheinlich die Rolle des Opfers. Besonders in Paarbeziehungen erleben wir, dass die Partner*innen in verschiedene Rollen schlüpfen, ohne es zu merken und damit für ein ungesundes Miteinander sorgen. Das Drama-Dreieck erklärt, um welches Rollenspiel es geht und wie es dazu kommt…

Da gibt es die klassische Verfolger*in: Sie/Er glaubt, allem und jedem überlegen zu sein. Dementsprechend nimmt sie/er sich die Freiheit heraus, andere anklagen, kontrollieren und kritisieren zu dürfen. Sie/Er weiß und kann ja schließlich alles besser! „Warum kannst du nicht einmal pünktlich sein?“ oder „Ich habe dir schon mindestens zehnmal gesagt, dass du den Müll runterbringen sollst!“. Wenn allerdings nicht jede/r nach seiner Pfeife tanzt, kann die Verfolger*in schon einmal schnell sehr wütend werden.

Ihr/Ihm steht das Opfer gegenüber: Es wird vom Verfolger „auserwählt“ oder es sucht sich seine Rolle unbewusst selbst aus. Es ordnet sich dem Verfolger unter, macht sich klein und denkt gar nicht daran, ihm zu widersprechen. Schließlich hätte es die notwendige Stärke und Macht dazu gar nicht. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als still auf Hilfe zu warten.

Da kommt die/der Retter*in genau richtig: Sie/Er ist zur Stelle, noch ehe das Opfer um Unterstützung bitten kann. Die/Der Retter weiß, was das Opfer braucht, tröstet es und verteilt Ratschläge. „Ich weiß genau, was jetzt das Beste für dich ist“. Wie sollte sich das Opfer schon allein aus seiner Situation befreien? Es steht außer Frage, dass es das ohne die/den Retter*in niemals schaffen würde.

Aber halt – Zuschauer*innen gibt es bei diesem Schauspiel doch gar nicht! Schließlich merkt das Paar nicht einmal, dass es auf der Bühne steht und geradewegs auf die völlige Frustration zusteuert. Beide sind blind für Problemlösungen. Keiner denkt mehr an ein Gespräch auf Augenhöhe. Beide leben ihre Rollen und vergessen dabei ganz, wer sie eigentlich sind und worum es wirklich geht.

Kein Paar spricht sich vorher ab und sagt „Heute darf ich mal die/der Retter*in sein, ja? Ich war schließlich gestern schon das Opfer“. Die Rollenverteilung passiert unbewusst, meist auch geleitet von Erfahrungen aus der Kindheit. Wenn Sie sich als Kind beispielsweise beim gemeinsamen Abendessen mit der Familie als Opfer gefühlt haben, weil Ihre Eltern Ihnen immer wieder vorgehalten haben, wie unzulänglich Sie sind, dann kann es sein, dass Sie auch als erwachsener, eigenständiger und  unabhängiger Mensch dazu neigen, in Ihrer Partnerschaft das Opfer zu spielen.

Sollten Sie merken, dass Sie und Ihr Partner/Ihre Partnerin sich gerade in einer Situation befinden, die Sie beide frustriert und unglücklich macht, dann kann es hilfreich sein, sich bewusst zu machen, wie Sie sich gerade verhalten, was Sie denken und was Sie fühlen. Bin ich in der Position der/des Verfolger*in und hacke zu Unrecht auf meinem Partner/meiner Partnerin herum, der/die sich nicht gegen mich wehren kann? Oder spiele ich mich gerade zu seinem/ihrer Retter*in auf, obwohl er oder sie überhaupt nicht darum gebeten hat, Ratschläge von mir zu bekommen?

Stellen Sie sich diese konkreten Fragen, wenn Sie das nächste Mal in solch einer Situation gelandet sind:

  • Wie erlebe ich die aktuelle Situation?
  • Was fühle und denke ich?
  • Was würde ich gerne mitteilen?
  • Welche Rolle übernehme ich gerade?
  • Kommt mir das aus meiner Kindheit vielleicht bekannt vor?
  • Welche Rollen spielen die anderen?
  • Und welche Angelegenheiten und Probleme betreffen tatsächlich mich, welche nehme ich mir nur an?

Sie können sich bewusst dazu entscheiden, Ihre ungesunde Rolle abzulegen und eine der folgenden Verhaltensvorschläge anzunehmen:

Die/Der Konfrontierer*in nimmt die Stelle der/des Verfolger*in ein. Sie/Er zieht niemanden zur Rechenschaft, sondern geht tolerant mit Fehlern um und äußert wohlwollende und konstruktive Kritik, ohne sein Gegenüber zu bewerten oder gar zu beleidigen.

Die/Der Hilfesuchende löst das Opfer ab. Sie/Er bittet aktiv um Unterstützung, ohne ihre/seine Mitmenschen auf eine höhere Stufe zu stellen. Sie/Er legt selbst fest, was sie/er braucht. Sie/Er hört damit auf, die Schuld bei anderen zu suchen und übernimmt stattdessen Verantwortung für ihr/sein eigenes Handeln.

Der Coach tritt als Nachfolger*in der/des Retter*in an. Er hört der/dem Hilfesuchenden zu und unterstützt nur dann, wenn er auch darum gebeten wird. Er nimmt sein Gegenüber als mündigen Menschen wahr, der sehr wohl im Stande ist, eigenständig Lösungen für seine eigenen Probleme zu finden. Schließlich ist Ihr Partner/Ihre Partnerin die Expertin/der Experte für sich selbst und für seine/ihre eigenen Angelegenheiten.

In der systemischen Beratung und Therapie agieren wir genau nach diesen Grundsätzen. Wir sehen in jedem Menschen das Potenzial und die Fähigkeit, sich selbst zu helfen. Wir begegnen uns auf Augenhöhe, hören aktiv zu und finden gemeinsam heraus, welche Stärken unsere Klient*innen bereits mitbringen. Wir bohren nicht in dem herum, was noch fehlt, sondern richten den Blick auf das, was bereits da ist und auf die Lösung.

Sollten Sie also demnächst feststellen, dass Sie Teil eines Dramas sind, halten Sie kurz inne und fragen Sie sich, was Sie jetzt gerade wirklich denken und fühlen. Achten Sie auf sich und reflektieren Sie sich für einen kurzen Moment. Sollten Sie sich dabei Unterstützung wünschen, vereinbaren Sie gerne einen Termin für ein Gespräch mit unseren Berater*innen.

Von Alexandra Klein

 

Zum Nachlesen:

Karpman, Stephen B. (1968). Fairy Tales and Script Drama Analysis. TA Bulletin

Frey, B. (2016) Drama-/Gewinner-Dreieck: Will ich Retter sein – oder Coach? In Schulz, M., Schoppmann, S., Hegedüs, A., Gurtner, C., Stefan, H., Finklenburg, U., … Hahn, S. (Hrsg.), Fremdsein überwinden – Kompetenzen der psychiartrischen Pflege in Praxis – Management – Ausbildung – Forschung (S.356 – 359). Bern: Verlag Berner Fachhochschule, Fachbereich Gesundheit, Forschung & Entwicklung / Dienstleistung Pflege

 

herbst calaidoskop Leipzig

Herbst-Blues, Corona-Blues, Umbruchphase, Liebeskummer, Neuorientierung, Sinn-Krise

… viele Begriffe für ein ähnliches Gefühl. Sie fühlen sich leer, orientierungslos, traurig, antriebslos und unmotiviert? Die Gedanken kreisen, der Akku ist leer und Sie wissen nicht, wie es weiter gehen soll? Für eine schnelle, kurzfristige Hilfe haben wir hier fünf Tipps zusammengestellt:

Bewegung

Am besten an der frischen Luft. Da reicht schon ein Spaziergang im Park oder Wald – das geht zum Glück auch ohne Maske. Oder Sie tanzen zu Ihrer Lieblingsmusik oder machen einen You-Tube Yoga Kurs. Egal was, aber beanspruchen Sie mal wieder Ihren Körper und gönnen Sie Ihrem Kopf eine Pause.

Tageslicht

Versuchen Sie so viel Tageslicht wie möglich zu erhaschen. Auch ein bewölkter Himmel ist noch 1000mal heller als die normale Innenbeleuchtung.

Gesellschaft

Gehen Sie unter Leute – in diesen Tagen natürlich lieber ein Spaziergang zu zweit oder ein gemeinsames Online-Treffen mit Videochat in beliebiger Anzahl.

Lachen

Lachen Sie wenigstens einmal täglich herzlich oder probieren Sie es wenigstens mit einem Lächeln. Schon allein die Aktivierung der Lachmuskeln führt zur Ausschüttung von Glückshormonen. Man sagt nicht umsonst: Lachen ist gesund!

Journaling / Tagebuch schreiben

Schreiben Sie Ihre Gedanken und Gefühle ganz frei in ein Tagebuch. Gehen Sie quasi in einen Dialog mit sich selbst. Oft ordnen sich die Gedanken dabei und neue Ideen und Lösungen entstehen wie von selbst.

Fünf Fliegen mit einer Klappe

Gehen Sie mit einem guten Freund oder einer guten Freundin im Park spazieren und holen Sie mal wieder die alten Fritzchen-Witze raus. (Zur Auffrischung: Lehrerin: “Fritzchen, nenne mir bitte fünf Tiere aus Afrika!” Fritzchen: “Zwei Löwen und drei Elefanten.”) Klar ist das albern, aber Sie werden in Bewegung, bei Tageslicht, in guter Gesellschaft zumindest mal ein wenig Schmunzeln. Wieder zu Hause, können Sie bei einer schönen Tasse Tee Ihre Gedanken in Ihr Tagebuch schreiben.

Und falls diese Tipps nicht ausreichen und Ihre Krise mehr Hilfe bedarf, dann kommen Sie zu uns! Wir bieten Ihnen professionelle Beratung und Coaching in allen Lebenslagen. Oft reichen schon 1-2 Sitzungen und Sie sind wieder auf dem richtigen Weg. Oder wir begleiten Sie langfristig, gern auch zusammen mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin oder der Familie.

Von Dr. Kerstin Mayer-Carius

Quelle: https://pixabay.com/de/photos/herbst-allee-weg-laub-baum-3186876/