Ein Artikel aus der Zeit zu „Männer und Psychotherapie: „Männer haben keine Depressionen – sie bringen sich höchstens um.“
http://www.zeit.de/zeit-magazin/2016/36/psychotherapie-maenner-hilfe-entwicklung

Ein Artikel aus der Zeit zu „Männer und Psychotherapie: „Männer haben keine Depressionen – sie bringen sich höchstens um.“
http://www.zeit.de/zeit-magazin/2016/36/psychotherapie-maenner-hilfe-entwicklung
Ein guter Artikel aus der Geo.
Das Team des calaidoskop Institut und Praxis wünscht allen Kund*innen und Besucher*innen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Unsere Praxis bleibt von Freitag, den 23.12.2016 bis einschließlich Sonntag, den 1.1.2017 geschlossen, danach sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.
Ein interessantes Interview mit dem systemischen Paartherapeuten und Sexualforscher Prof. Dr. Ulrich Clement über die Wichtigkeit des männlichen Orgasmus.
Und seine schlichte Erkenntnis: Frauen wollen spüren, dass sie die Einzige sind. Männer wollen spüren, dass sie der Beste sind.
„Wir müssen reden: Braucht der Penis Applaus?“
Ein lesenswerter Artikel aus dem ZEITmagazin vom 15.08.2016.
„Die Hauptkritik an Liebesdarstellungen ist, dass es sich dabei um weltfremden Kitsch handele. Die Liebe auf den ersten Blick gibt es aber wirklich! Es ist nur schwer, ihre Leidenschaft mit dem Alltag einer Ehe oder Beziehung zu vereinbaren. Bis zur Erschöpfung balancieren Liebende zwischen Freiheit und Verbindlichkeit.“
Die Soziologin Eva Illouz über Intimität, Beziehung und Liebe. Hier.
Diese kurze, liebevolle Animation nimmt sich der Frage an, warum wir lieben. Hier gibt es Antworten einiger Philosophen von Platon bis Beauvoir:
Forscher der Universität in North Carolina haben 71 Paare über ihr erstes Treffen befragt und dabei gezählt wie oft sie gemeinsam und getrennt lachten.
Ein Ergebnis der Studie war, dass Paare, die öfter gemeinsam lachten eine höhere Qualität ihrer Partnerschaft basierend auf Unterstützung und Nähe empfinden.
Geschlechtsunterschiede in der Anzahl der Lacher waren auch zu verzeichnen – 62% kam von den Frauen. Das Lachen der Männer hingegen war ansteckender und brachte die Frauen oft dazu mitzulachen.
Zwar unterstützt frühere Forschung diese Annahme, jedoch sind 71 Paare eine sehr geringe Stichprobengröße. Auch stellt sich die Frage nach weiteren Einflüssen: Verfassung, Stimmung, Persönlichkeit, … Die Studie bietet also einen kleinen Einblick in die große Welt der glücklichen Partnerschaften.
Hier gehts zur Studie: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/pere.12095/abstract
Bildquelle: pixabay/macadam13
In seinem 1975 veröffentlichten Buch „Die Zweierbeziehung“ entwickelte Jürg Willi das heute weltweit bekannte Kollusionskonzept. Damit meint er das unbewusste neurotische Zusammenspiel eines Paares, was soviel bedeutet wie ein unausgesprochenes Einvernehmen der Partner, sozusagen ein „geheimes Einverständnis“.
Eine eingespielte Beziehung hat ihr Muster, jeder der Partner findet seinen Platz. Und ein Paar findet Grenzen. Grenzen haben in einem System und somit auch in einer Zweierbeziehung einen hohen Stellenwert. Zum einen eine Innengrenze (die Partner grenzen sich voneinander ab) und zum anderen eine Außengrenze (so grenzt sich das Paar gegenüber anderen Personen ab).
Eine gesunde Beziehung zeichnet sich durch klare Außengrenzen ab. Die Beziehung der Partner zueinander hat etwas typisches für dieses Paar. Die Partner fühlen sich als Paar und gestalten gemeinsam ihr Leben. Zugleich sind sie auch innerhalb der Beziehung klar voneinander unterschieden und individuell, was sie gegenseitig respektieren. Ansonsten können zwei andere Arten von Beziehungen unterschieden werden:
Paare mit starren Innengrenzen und diffusen Außengrenzen. Diese errichten häufig aus Angst vor Selbstverlust und zu großer Intimität einen Schutzwall zwischen sich. Verbindungen zu außenstehenden Personen sichern zusätzlich die Abgrenzung gegenüber dem Partner.
Außerdem gibt es Paare mit diffusen Innengrenzen und starren Außengrenzen. Die totale Symbiose wird angestrebt. Auf Dauer überfordert diese unrealistische Erwartung die Partner.
In Paardynamiken pendelt sich laut Willi auf die Dauer eine „Gleichwertigkeitsbalance“ ein. Oft scheint es auf den ersten Blick so, als gäbe es einen Herrscher und einen Beherrschten, oder einen Sieger und einen Besiegten. Oft werden (unbewusst) subtile, manipulative Mittel eingesetzt, um den Partner zu beherrschen. Wird eine Gleichwertigkeit z.B. durch einen scheinbaren Sieg eines Partners im Streit gestört, hat der vermeintlich Besiegte wiederum die Möglichkeit, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Subtil oder destruktiv (z.B. Weinen, Davonlaufen, Alkoholrausch, …). Und schon beherrscht der scheinbar Schwächere den scheinbar Stärkeren.
Vereinfacht gibt es laut Willi vier Grundthemen, mit denen sich jedes Paar bei der Gestaltung ihrer Beziehung auseinander zu setzen hat:
Der Begriff Kollusion meint, dass bei beiden Partnern ein gleichartiger unbewältigter Grundkonflikt besteht, der von einem regressiv und vom anderen progressiv ausgetragen wird. Es entsteht der Eindruck, dass der eine Partner geradezu das Gegenteil des anderen ist, dabei handelt es sich lediglich um zweo Pole der gleichen Thematik. Diese Rollenverteilung bewirkt einen Teufelskreis, eine Verklammerung der Partner. Jeder hofft durch den Anderen von seinem Grundkonflikt erlöst zu werden.
Oft entwickeln sich immer extremere Positionen der Partner. Auf Dauer kann der Progressive nicht ertragen, dem Partner jene regressive Befriedigung zu geben, die er sich selbst versagt. Der Regressive kann den Partner nicht mehr leiden, weil ihn das Angewiesensein auf dessen Hilfe kränkt. So schlägt das Zusammenspiel der Partner in eine destruktive Kollusion um. Das, was anfangs die Anziehung der Partner bewirkt hat, wird schließlich zur Ursache des Konfliktes.
Das Konzept von Willi ist psychoanalytisch, beinhaltet jedoch ebenso verhaltenstherapeutische und systemisch-familientherapeutische Verfahren.
Ist eine Partnerschaft aus dem Lot geraten, ist ein Ziel das Einspielen eines flexiblen Gleichgewichts. Beispielsweise durch eine Paarberatung/-therapie können die Kollusionsthemen zu einer beidseitigen Bereicherung werden.
Die meisten Freundschaften halten viel länger als die Lieben, die wir gemeinhin als Liebe unseres Lebens bezeichnen.
Einen schönen Artikel und ein Hoch auf die Freundschaft im aktuellen Zeit Campus Magazin.
Bildquelle: Pixabay