für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen der Behindertenhilfe
Sexualität ist sozial geformt als auch individuell kultiviert und zeigt sich – je nach Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung und gesellschaftlichem Umfeld – in einer Vielfalt sexueller Lebens- und Ausdrucksformen.
Den Wunsch nach einer selbstverständlichen, lustvollen und erfüllten Sexualität haben alle Menschen, Menschen jeden Alters, auch Menschen, die mit geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen leben, auch Menschen, die vielleicht ein Leben lang auf Hilfe und Betreuung angewiesen sind. Diesem Bedürfnis behinderter Menschen verschließen sich auch Frauen und Männer nicht, die in ihrem Berufsalltag mit ihnen in Kontakt kommen. Dennoch sind auch qualifizierte Fachkräfte bei dem Thema Sexualität und Behinderung oft unsicher, werden mit Erscheinungsformen konfrontiert und stoßen dabei an ihre Grenzen.
In unserem Institut verfügen wir über fachliche Kompetenzen und Erfahrung in der sexualpädagogischen Arbeit mit Menschen mit geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen sowie in der Fortbildung von in der Behindertenhilfe Beschäftigten. Die Fortbildung zum Thema Sexualität und Behinderung richtet sich an alle Fachkräfte, die in verschiedenen Bereichen mit behinderten Menschen arbeiten. Sie wird aus einer Kombination aus Vermittlung fachtheoretischen Wissens, methodisch-didaktischen Lernens und Reflexion von Praxisbezügen bestehen. Alle Fortbildungsbausteine enthalten Anteile der Selbstreflexion und des Übens von konkreten Situationen in der Berufspraxis. Dabei lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer multiprofessionellen Gruppe auch voneinander. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und Handlungskompetenzen zu erhöhen.